Rhodesian Ridgeback vor einer Felswand
Die Rasse

Der Rhodesian Ridgeback

Würdevoll, intelligent, Fremden gegenüber zurückhaltend: alles über Ursprung, Standard, Beschäftigung und Gesundheit der Rasse.

Steckbrief

Würdevoll, intelligent und zurückhaltend

Der Rhodesian Ridgeback verkörpert Eleganz, Wachsamkeit und gelassene Stärke. Ursprünglich im südlichen Afrika als Jagd- und Wachhund gezüchtet, hat sich der dynamische Athlet zum vielseitigen Gefährten gewandelt: extrem bewegungsfreudig, souverän im Schutzverhalten und sehr loyal in der Familie.

Ursprung
Südliches Afrika
FCI
Gruppe 6, Sektion 3, Nr. 146
Widerristhöhe
Rüden 63 bis 69 cm, Hündinnen 61 bis 66 cm
Gewicht
Rüden ca. 36,5 kg, Hündinnen ca. 32 kg
Farbe
Hellweizen bis rotweizen
Wesen
Würdevoll, intelligent, Fremden gegenüber zurückhaltend
Lebenserwartung
10 bis 12 Jahre
Verwendung
Jagdhund, Wachhund und Familienmitglied

Entwicklung

Der Ridgeback reift langsam: Körperlich und mental ist er mit etwa drei Jahren erwachsen, lernfähig bleibt er bis ins hohe Alter.

Training

Training verlangt Geduld und ein Gespür für die Körpersprache des Hundes. Druck und Härte führen beim Ridgeback zu Verweigerung und Vertrauensverlust.

Familienhund

Mit acht bis neun Wochen zieht der Welpe in sein neues Rudel, die Familie. Eine behutsame Rangordnung und begleitendes Training unter Anleitung werden empfohlen.

Zucht

Seit 1973 werden lückenlos Zuchtbücher geführt. Gezüchtet wird erst nach Röntgen- und Genuntersuchungen, geprüfter Zuchtstätte und bestandener Zuchtzulassungsprüfung.

FCI-Standard Nr. 146

Der Standard, kurz erklärt

Wählen Sie ein Merkmal. Den vollständigen Wortlaut finden Sie beim FCI.

Größe & Gewicht

Widerristhöhe

Rüden
63 bis 69 cm
Hündinnen
61 bis 66 cm

Gewicht

Rüden
ca. 36,5 kg
Hündinnen
ca. 32 kg
Rassemerkmal

Der Ridge

Der Rückenkamm ist das Rassemerkmal. Er entsteht, weil die Haare entlang der Wirbelsäule gegen die Wuchsrichtung des übrigen Fells wachsen. Der Standard beschreibt ihn genau: klar abgegrenzt, symmetrisch, mit zwei Wirbeln im oberen Drittel.

zwei Wirbel (Crowns) im oberen Drittel Beginn hinter den Schultern verjüngt zu den Hüfthöckern Breite ca. 5 cm
  • Ausgewogen gebaut, stark, muskulös, wendig und aktiv
  • Symmetrisch im Profil, bei mittlerer Geschwindigkeit äußerst ausdauernd
  • Beweglichkeit, Eleganz und funktionale Gesundheit statt massiger Erscheinung
  • Rassemerkmal: der Ridge, ein Haarkamm gegen die Wuchsrichtung
Vollständiger Standard im Wortlaut
Geschichte

Vom Löwenhund zum Familienhund

Die Existenz von Hunden mit einem Rückenstreifen ist für einen langen Zeitraum belegt.

Bereits in Erzählungen der alten Ägypter und Phoenizier werden Hunde mit einer seltsamen Haarformation auf dem Rücken beschrieben und sind auf zahlreichen Abbildungen erkennbar.

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1480

Erste schriftliche Erwähnung

Portugiesische Afrikareisende beschreiben einen "kleinen (50 cm), häßlichen, hyänenähnlichen" Hund mit einer seltsamen Haarbildung auf dem Rücken, bei der sich die Haare nach vorne neigten, als das einzige Haustier der Ureinwohner. Sie befanden diese Hunde als überaus treu und brauchbar.

15. Jahrhundert – historische Aufnahme
1505

Die Hunde der Hottentotten

Weitere zuverlässige Quellen (Berichte und Abbildungen) weisen bereits 1505 auf die südafrikanischen Hunde der Hottentotten hin, die sich durch einen Ridge auszeichneten.

16. Jahrhundert – historische Aufnahme
17. Jh.

Ankunft der Siedler am Kap

Die im 17. Jahrhundert das Kap erreichenden weißen Siedler berichteten von den Hunden der Eingeborenen mit dem Rückenkamm und bewunderten deren Mut vor den Raubtieren. Schnell stellten sie fest, dass diese Hunde unter den dortigen Umweltverhältnissen den aus Europa mitgebrachten Hunden weit überlegen waren. So übernahmen sie diese "Hottentotten-Hunde" und nutzten sie für ihre Belange.

17. Jahrhundert – historische Aufnahme
um 1850

Ein neuer südafrikanischer Hund

Aus Vermischungen mit den aus Europa mitgebrachten Hunden entstand in der Mitte des 19. Jahrhunderts ein südafrikanischer Hund, der ähnlich zäh und ausdauernd wie die ursprünglichen Hottentotten-Hunde, aber viel größer war. Diese Hunde waren meist einfarbig rot oder gestromt und viele von ihnen besaßen einen Ridge. Von den weißen Siedlern wurden sie bei der Jagd, aber auch als Wächter auf ihren Farmen eingesetzt.

1857

Livingstones Jagdszene

Das 1857 erschienene Werk David Livingstones ("Missionary Travels in South Africa") bildet eine Jagdszene ab, in deren Vordergrund ein Hund mit einem deutlichen Ridge zu erkennen ist. Eine Zucht im modernen Sinne gab es zu dieser Zeit noch nicht, allein der Gebrauchswert der Hunde bestimmte ihre äußere Gestalt.

19. Jahrhundert – historische Aufnahme
1879

Charles Helm und Cornelius van Rooyen

Der Missionar Charles Helm brachte zwei Ridgehunde aus Swellendam vom Kap nach Südrhodesien, dem heutigen Zimbabwe, wo der Farmer und bekannte Großwildjäger Cornelius van Rooyen auf diese Hunde aufmerksam wurde. Er setzte sie bei der Jagd ein und war von ihren besonderen Fähigkeiten beeindruckt. Er kreuzte zwei von ihnen mit Deutschen Doggen und verschiedenen Jagdhunden europäischer Herkunft. Viele andere Jäger wollten auch solche Hunde besitzen, und die Zucht nahm immer größere Ausmaße an. Welche Rassen noch eingekreuzt wurden, ist nie genau belegt worden, vermutlich Bloodhound, Pointer und Retriever.

19. Jahrhundert – historische Aufnahme
um 1900

Die "Lion-Dogs"

Um 1900 waren in Rhodesien die Hunde mit Rückenkamm weithin als "Lion-Dogs" oder "van Rooyen-Dogs" bekannt. Ihre ursprüngliche Aufgabe war es, Großwild, hauptsächlich Löwen, aufzuspüren und mit großer Behendigkeit am Stand zu halten, bis der Jäger herangekommen war.

20. Jahrhundert – historische Aufnahme
1915

Erste planmäßige Zucht

Die erste planmäßige Zucht führte Francis Richard Barnes in Bulawayo (SW-Rhodesien) ab 1915 unter dem Zwingernamen "Eskdale" durch.

1922

Rhodesian Ridgeback Club und erster Standard

In Bulawayo wurde durch die Initiative von Barnes der "Rhodesian Ridgeback Club" gegründet. Noch im gleichen Jahr erarbeitete Barnes gemeinsam mit C.H. Edmonds und B.W. Durham den ersten Rassestandard für den Rhodesian Ridgeback. Vorbild für diesen Standard war weitgehend der des damaligen Dalmatiners.

1924

Anerkennung durch die KUSA

Die Rasse "Rhodesian Ridgeback" wurde von der Kennel Union South Africa (KUSA) anerkannt und galt bis vor wenigen Jahren als einzige anerkannte südafrikanische Hunderasse.

1974

Erster Wurf in Deutschland

Genau 50 Jahre nach der Anerkennung der Rasse fiel in Deutschland der erste Wurf mit nachgewiesener Abstammung im Kennel "Umvuma" (Züchterin Anne Müller, Helvesiek), dokumentiert im Sammelzuchtbuch des VDH.

20. Jahrhundert – historische Aufnahme
1993

Gründung der DZRR

Gründung der Deutschen Züchtergemeinschaft Rhodesian Ridgeback e.V. mit 43 Mitgliedern. Ihr in der Satzung verankerter Grundsatz: die Form und das Wesen des Rhodesian Ridgebacks zu wahren und zu fördern.

Gründungsmitglieder der DZRR 1993
1996

Gültiger FCI-Standard

Publikation des gültigen Original-Standards Nr. 146 (10.12.1996), erstellt von der Kennel Union des Südlichen Afrika und dem Simbabwe Kennel Club.

2002

Ordentliches Mitglied im VDH

Nach Erreichen des erforderlichen Zuchtpotentials wurde die DZRR am 29.11.2002 als ordentliches Mitglied in den VDH aufgenommen. Heute ist sie mit rund 800 Mitgliedern der größte Rhodesian Ridgeback Verein in Deutschland.

Auslastung

Beschäftigung

Zuhause gelassen, draußen hellwach: Ridgebacks lieben es, Nase, Kraft und Schnelligkeit einzusetzen. Fünf Möglichkeiten, das Mensch-Hund-Team zusammenzuschweißen.

Rhodesian Ridgeback und Kind Familienhund

Der Ridgeback und Kinder

Prinzipiell ein sehr guter Familienhund. Toleranz gegenüber kleinen Kindern ist aber keinem Hund angeboren, sie wird durch Umgang und Gewöhnung erworben.

Vorweg bemerkt: Prinzipiell ist der Rhodesian Ridgeback ein sehr guter Familienhund. Aber Toleranz im Umgang mit kleinen Kindern ist keinem Hund angeboren, sondern muß erst durch Umgang und Gewöhnung erworben werden.
Hier sind Sie lieber Hundefreund, in doppelter Hinsicht gefordert. Zum einen müssen Sie Ihren Welpen und jungem Hund ausreichend Gelegenheit geben sich mit Ihren Kindern zu beschäftigen, zum anderen müssen Sie Ihren Kindern einen verantwortungsvollen Umgang mit den Hunden erlernen.

Ein Hund, auch wenn er noch so süß und knuffig ist, ist kein Spielzeug das grenzenlos beschmust werden kann. Hier hilft die sorgfältige Aufsicht durch die Erwachsenen. Besonders bei Kleinkindern muß der Hund vor dem manchmal etwas groben Erkundungsdrang der Kinder geschützt werden.

Bei älteren Kindern ist es häufig so daß sie den Hund dominieren und vorführen möchten. Solange dies im Spiel geschieht und Ihr Hund ab und zu ein Leckerli von dem Kind bekommt ist dagegen nichts einzuwenden. Kritisch wird es aber wenn das Kind ernsthaften Gehorsam von dem Hund verlangt. Der Rhodesian Rigeback ist ein Hund mit einer sehr hohen sozialen Intelligenz. Er nimmt sehr wohl wahr daß Kinder menschliche Jungtiere sind die ihm - dem erwachsenen Hund gegenüber - nicht weisungsbefugt sind. Wenn Sie als Rudelführer das „menschliche Jungtier“ nicht zu vernünftigem Verhalten erziehen, wird diese Aufgabe der Hund übernehmen.

Rhodesian Ridgeback Senior mit grauer Schnauze Graue Schnauzen

Der alte Hund

Ridgebacks können ein hohes Alter erreichen, das Altern beginnt etwa mit dem 8. Lebensjahr.

Rhodesian Ridgebacks können ein hohes Alter erreichen und der Prozess des Alterns beginnt mit dem 8. Lebensjahr. Sie zeigen geringere Aktivität, ein erhöhtes Schlaf- und Fressbedürfniss und Krankheiten, wie Herzprobleme, Nierenerkrankungen, Arthrose, Krebs treten vermehrt auf. Erhöhung der gesundheitlichen Routineuntersuchungen, Anpassung an den geänderten Lebensstil des Seniors und eine altersgerechte Ernährung führt zu einer altersgerechten Lebensqualität.

Gesundheit

Ehrlich betrachtet

Die DZRR berichtet objektiv über den Gesundheitszustand der Rasse. Zuchthunde müssen umfangreiche Nachweise erbringen, bevor sie in die Zucht gelangen.

10 bis 12Jahre Durchschnittsalter
1,8 %Dermoid Sinus (aktueller Schnitt)

Das Durchschnittsalter unserer Rasse liegt bei 10 bis 12 Jahren. Natürlich gibt es auch Senioren, die 14 und 15 Jahre alt werden.

Zusammenfassend ist zu sagen, dass beim Rhodesian Ridgeback die bei allen großen Hunderassen auftretenden, typischen Erkrankungen vorkommen können. Die DZRR setzt einen großen Teil ihres Vereinsvermögens dafür ein, erbliche Erkrankungen zu erforschen, um am Ende mit Hilfe eines Gentestes die Zucht gezielt steuern und Erbkrankheiten wenn irgend möglich vermeiden zu können. Zuchthunde müssen erst etliche Gesundheitsnachweise (Röntgenbilder, Gentests) erbringen, bevor sie überhaupt in die Zucht gelangen können. Die DZRR ist seit vielen Jahren Mitglied der GKF (Gesellschaft zur Förderung Kynologischer Forschung) http://www.gkf-bonn.de und hält so engen Kontakt zu Wissenschaft und Forschung.

Fang

Der Fang ist lang und bietet allen 42 Zähnen ausreichend Platz. Durch die Nase kann der Hund leicht Luft für rasante und ausdauernde Aktionen bekommen. Die Lippen sind in Ruhe geschlossen, so dass nur wenig Speichel austreten kann.

Augen

Die großen, wunderschönen Augen des RR sind geschützt im Schädel eingebettet und sollten weder ein hängendes (Ektropium), noch eingerolltes (Entropium) Augenlid aufweisen. Erbliche Augenerkrankung kommen extrem selten vor und bedürfen deshalb keiner züchterischen Aufmerksamkeit.

Ohren

Da der Ridgeback Hängeohren hat, hat er auch öfter mal die gleichen Probleme mit seinen Ohren, die jede andere Rasse mit Hängeohren auch hat. Das Hängeohr wirkt wie ein Deckel, der den Luftaustausch im Gehörgang erschwert. Kommt nun Schmutz in den Gehörgang entwickelt sich schon leicht mal eine Gehörgangsinfektion. Das Hauptsymptom, das Ohrenschlagen, führt gelegentlich zu blutenden Ohrspitzen. Behandelt man die Infektion im Anfangsstadium, stellt eine Otitis kein großes Problem dar.

Fell

Das Fell des Rhodesian Ridgebacks ist extrem kurz. Am Unterbauch und an den Innenschenkeln ist der Hund nahezu nackt. Das macht ihm bei Schnee und Frost nichts aus, solange er in Bewegung ist.

Die Fellfarbe des RR ist in jedem Fall ein Braunton. Ein stahlblaues Fell ist keine besondere Färbung, sondern ein Gendefekt, der unter Umständen mit anderen Defekten verknüpft ist. Diesem vorzubeugen, macht jeder Zuchthund in der DZRR einen sogenannten Dilute - Gentest.

Haut

Im Sommer sollte man allerdings daran denken, dass die Haut dort wenig Schutz vor nesselnden und stechenden Pflanzen hat. Ein Ridgeback hat deshalb aber noch lange nicht eine empfindliche Haut!

Eine besondere Erkrankung der Haut ist der Dermoid Sinus (DS). Bei 1,8 % aller RR hat sich im Embryonalstadium die Haut nicht vollständig von der Wirbelsäule getrennt, so dass nach der Geburt ein strohhalm starkes Schläuchlein beide Teile verbindet. Betroffene Welpen werden noch vor der Abgabe operiert und führen danach ein normales, ungestörtes Leben. Seit 2013 erforscht die DZRR den Dermoid Sinus gemeinsam mit der Tierärztlichen Hochschule Hannover; 2025 wurde in Zusammenarbeit mit Laboklin ein Risikogentest für DS auf den Markt gebracht, der kontinuierlich weiterentwickelt wird. Der Dermoid Sinus hat übrigens nichts mit dem Rassemerkmal „Ridge“ zu tun!

Skelettsystem

Das Skelettsystem ist kräftig, mit einer guten Winkelung der Beine und einem geraden Rücken. Der Ridgeback gehört zu den wenigen großen Hunderassen, bei denen die gefürchtete Hüftgelenksdysplasie (HD) nur extrem selten auftritt. Wie bei allen großen Hunderassen sind auch die beiden Gelenkserkrankungen OCD und ED beim Ridgeback nicht gänzlich unbekannt. Diese beiden angeborenen Gelenksveränderungen des Schulter- bzw. Ellenbogengelenkes treten nur selten auf, müssen aber im Alter von 7/8 Monaten operiert werden. Zuchthunde benötigen für die Zuchtzulassung Röntgenaufnahmen, die beweisen, dass sie frei von HD, OCD und ED sind. Einen Gentest für diese Krankheiten gibt es leider nicht.

Den Begriff Spondylose hat man schon oft gehört. Es handelt sich dabei um eine, meist altersbedingte Verknöcherung der Wirbelsäule bei nahezu allen Hunderassen, der man nicht vorbeugen kann und die sich erst im Laufe des Lebens entwickelt. Sie führt zu chronischen Schmerzen im Rücken, denen man mit modernen Medikamenten gut entgegentreten kann. Eine solche Veränderung am Übergang der Lendenwirbelsäule zum Kreuzbein nennt man das Cauda Equina Syndrom. In diesem Bereich der Wirbelsäule werden austretende Nerven eingeengt, so dass die Nerven nicht mehr ausreichend die Hinterbeine steuern können. Eine Operation kann oftmals helfen. Auch diese Erkrankung kommt bei allen großen Hunderassen gleichermaßen vor und ist im Vorfeld weder durch gezielte Zuchtauswahl, noch durch einen Test zu verhindern.

DM (degenerative Myelopathie) ist eine seltene Erkrankung bei Hunden im Allgemeinen in deren Verlauf sich das Rückenmark zersetzt. Da es sich um einen Gendefekt handelt, werden in der DZRR alle Zuchthunde auf diesen Defekt getestet.

Herz

Das Herz eines Ridgebacks ist einmalig, sagt natürlich jeder Halter eines Ridgebacks. Medizinisch gibt es bei unserer Rasse nicht mehr Herzprobleme, als bei anderen Hunderassen vergleichbarer Größe.

Krallen

Eine Erkrankung der Krallen tritt in den vergangenen Jahren quer durch die Bank aller Rassen, aber leider auch öfter beim RR auf. Bei der sogenannten SLO (Symmetrische Lupoide Onchodystrophie) entzünden sich immer wieder alle Nagelbetten und die Krallen fallen unter Schmerzen aus. Da es sich um eine autoimmune Erkrankung handelt, ist die Krankheit nicht heilbar, sondern nur durch verschiedene Behandlungsmethoden beherrschbar. Da die Krankheit meist erst ab einem Alter von 5 Jahren auftritt, ist eine Selektion durch gezielte Zuchtauswahl leider nicht möglich. Einen Gentest gibt es nicht, zumal dieser alle Hunde aller Rassen erfassen müsste.

Tumorerkrankungen

Wie bei allen Hunderassen treten beim Ridgeback natürlich auch Tumorerkrankungen auf, deren Häufigkeit aber keinesfalls statistisch auffallend ist. Ähnlich ist es mit der Epilepsie des Hundes. Für eine Form der epileptischen Erkrankungen, der JME (Juvenile Myoklonische Epilepsie) gibt es einen Gentest, der natürlich für alle Zuchthunde der DZRR vorgeschrieben ist.

Wenn Sie Fragen oder sonstige Anliegen haben, kommen Sie gerne auf uns zu. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage.

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