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Würdevoll, intelligent, Fremden gegenüber zurückhaltend: alles über Ursprung, Standard, Beschäftigung und Gesundheit der Rasse.
Steckbrief
Würdevoll, intelligent und zurückhaltend
Der Rhodesian Ridgeback verkörpert Eleganz, Wachsamkeit und gelassene Stärke. Ursprünglich im südlichen Afrika als Jagd- und Wachhund gezüchtet, hat sich der dynamische Athlet zum vielseitigen Gefährten gewandelt: extrem bewegungsfreudig, souverän im Schutzverhalten und sehr loyal in der Familie.
Ursprung
Südliches Afrika
FCI
Gruppe 6, Sektion 3, Nr. 146
Widerristhöhe
Rüden 63 bis 69 cm, Hündinnen 61 bis 66 cm
Gewicht
Rüden ca. 36,5 kg, Hündinnen ca. 32 kg
Farbe
Hellweizen bis rotweizen
Wesen
Würdevoll, intelligent, Fremden gegenüber zurückhaltend
Lebenserwartung
10 bis 12 Jahre
Verwendung
Jagdhund, Wachhund und Familienmitglied
Entwicklung
Der Ridgeback reift langsam: Körperlich und mental ist er mit etwa drei Jahren erwachsen, lernfähig bleibt er bis ins hohe Alter.
Training
Training verlangt Geduld und ein Gespür für die Körpersprache des Hundes. Druck und Härte führen beim Ridgeback zu Verweigerung und Vertrauensverlust.
Familienhund
Mit acht bis neun Wochen zieht der Welpe in sein neues Rudel, die Familie. Eine behutsame Rangordnung und begleitendes Training unter Anleitung werden empfohlen.
Zucht
Seit 1973 werden lückenlos Zuchtbücher geführt. Gezüchtet wird erst nach Röntgen- und Genuntersuchungen, geprüfter Zuchtstätte und bestandener Zuchtzulassungsprüfung.
FCI-Standard Nr. 146
Der Standard, kurz erklärt
Wählen Sie ein Merkmal. Den vollständigen Wortlaut finden Sie beim FCI.
Größe & Gewicht
Widerristhöhe
Rüden
63 bis 69 cm
Hündinnen
61 bis 66 cm
Gewicht
Rüden
ca. 36,5 kg
Hündinnen
ca. 32 kg
Rassemerkmal
Der Ridge
Der Rückenkamm ist das Rassemerkmal. Er entsteht, weil die Haare entlang der Wirbelsäule gegen die Wuchsrichtung des übrigen Fells wachsen. Der Standard beschreibt ihn genau: klar abgegrenzt, symmetrisch, mit zwei Wirbeln im oberen Drittel.
Ausgewogen gebaut, stark, muskulös, wendig und aktiv
Symmetrisch im Profil, bei mittlerer Geschwindigkeit äußerst ausdauernd
Beweglichkeit, Eleganz und funktionale Gesundheit statt massiger Erscheinung
Rassemerkmal: der Ridge, ein Haarkamm gegen die Wuchsrichtung
Klar abgegrenzt, symmetrisch, zu den Hüfthöckern hin schmaler
Beginnt unmittelbar hinter den Schultern und reicht bis zu den Hüfthöckern
Genau zwei gleich geformte, einander gegenüberliegende Wirbel (Crowns)
Die Wirbel liegen im oberen Drittel, gute Breite etwa 5 cm
Schädel von mittlerer Länge, flach und breit zwischen den Behängen, ohne Falten
Stop gut markiert, Fang lang, tief und kräftig
Nase schwarz (mit dunklen Augen) oder braun (mit bernsteinfarbenen Augen)
Vollständiges Scherengebiss, Augen rund, klar und funkelnd
Behang hoch angesetzt, mittelgroß, dicht am Kopf anliegend
Hals ziemlich lang, kräftig, ohne lose Kehlhaut
Rücken kraftvoll, Lenden stark, muskulös und leicht gewölbt
Brustkorb nicht zu breit, aber sehr tief und geräumig, Vorbrust von der Seite sichtbar
Rute kräftig am Ansatz, leicht gebogen getragen, niemals geringelt
Vorderläufe vollständig gerade, stark, mit kräftigen Knochen
Schultern schräg und muskulös, große Geschwindigkeit erahnbar
Hinterhand schlank bemuskelt, Knie gut gewinkelt, Hintermittelfuß kurz
Pfoten rund und kompakt, Gangwerk mit gutem Raumgriff, frei und rege
Kurz, dicht, glatt und glänzend, weder wollig noch seidig
Hellweizenfarben bis rotweizenfarben
Etwas Weiß an Brust und Zehen ist statthaft, ausgedehntes Weiß unerwünscht
Dunkler Fang und dunkle Behänge zulässig, zu viele schwarze Haare unerwünscht
Vollständiger Standard im Wortlaut
Ursprung
Südliches Afrika, Standard erstellt von der Kennel Union des Südlichen Afrika
und dem Simbabwe Kennel Club.
Datum der Publikation des gültigen Original-Standards: 10.12.1996
Verwendung
Der Rhodesian Ridgeback wird noch immer zur Jagd von Wild in vielen Teilen der Welt verwendet, aber wird besonders geschätzt als Wachhund und Familienmitglied.
Klassifikation fci
Gruppe 6 Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen
Sektion 3 Verwandte Rassen, Ohne Arbeitsprüfung
Verhalten/charakter (wesen)
Würdevoll, intelligent, Fremden gegenüber zurückhaltend, aber ohne Anzeichen von Aggressivität oder Scheue.
Fehler
Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung im genauen Verhältnis zum Grad seiner Abweichung stehen sollte.
N.b.
Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Skrotum befinden.
Der Rhodesian Ridgeback ist gegenwärtig die einzige anerkannte Rasse, die dem südlichen Afrika entstammt. Seine Ahnen können zurückverfolgt werden zur Kapkolonie, wo sie sich sowohl mit den Hunden der frühen Pioniere vermischten, als auch mit den halbdomestizierten Hottentottenhunden, die einen Rückenkamm hatten. Meist in Gruppen von zwei oder drei Hunden jagend, war die ursprüngliche Aufgabe des Rhodesian Ridgeback, Großwild, hauptsächlich Löwen, aufzuspüren und mit großer Behendigkeit am Stand zu halten, bis der Jäger herangekommen war. Der Originalstandard, von F.R.Barnes 1922 in Bulawayo, Rhodesian, aufgestellt, gründete auf dem Dalmatiner-Standard und wurde von der Kennel Union des Südlichen Afrika 1926 anerkannt.
Der Rhodesian Ridgeback sollte einen ausgewogen gebauten, starken, muskulösen, wendigen und aktiven Hund darstellen, symmetrisch im Profil und bei mittlerer Geschwindigkeit äußerst ausdauernd. Das Hauptaugenmerk ist auf Beweglichkeit, Eleganz und funktionale Gesundheit ohne Tendenzen zu einer massigen Erscheinung zu legen. Die Besonderheit der Rasse ist der Rückenkamm (<<ridge>>), der dadurch entsteht, dass die Haare in Gegenrichtung zu der am übrigen Körper wachsen. Der Rückenkamm ist das Rassemerkmal. Der Rückenkamm muss klar abgegrenzt sein, symmetrisch und zu den Hüfthöckern hin schmaler werden. Er muß unmittelbar hinter den Schultern beginnen und bis zu den Hüfthöckern reichen. Der Rückenkamm darf nur zwei Wirbel (<<crowns>>) aufweisen, die dieselbe Form haben und einander gegenüber liegen. Die Unterkante der Wirbel darf nicht über das obere Drittel des Rückenkamms hinausgehen. Ein guter Durchschnittswert für die Breite des Rückenkamms ist 5 cm (2'').
Schädel:
Sollte von mittlerer Länge sein (Breite zwischen den Behängen, Entfernung vom Hinterhauptstachel bis zum Stirnansatz, vom Stirnansatz bis zur Nasenspitze sollten gleich sein), flach und breit zwischen den Behängen, in entspannter Haltung keine Faltenbildung am Kopf.
Stop:
Der Stirnansatz sollte recht gut markiert sein: Das Profil darf nicht in einer Geraden vom Hinterhauptstachel zur Nasenspitze verlaufen.
Nasenschwamm:
Die Nase sollte schwarz oder braun sein. Eine schwarze Nase sollte mit dunklen Augen, eine braune Nase mit bernsteinfarbenen Augen einhergehen.
Fang:
Der Fang sollte lang, tief und kräftig sein.
Lefzen:
Die Lefzen sollten straff sein und an den Kiefern anliegen.
Kiefer/Zähne:
Starker Kiefer, mit einem perfekt schließenden und vollständigen Scherengebiss. Das heißt, dass die obere Schneidezahnreihe die unteren Schneiderzähne dicht übergreift und und die Zähne senkrecht im Kiefer stehen. Die Zähne müssen gut entwickelt sein, besonders die Eck- oder Fangzähne.
Backen:
Keine Backen.
Augen:
Sollten mäßig weit voneinander eingesetzt sein, rund, klar und funkelnd, mit intelligentem Ausdruck. Ihre Farbe soll mit der Fellfarbe harmonieren.
Behang:
Sollte ziemlich hoch angesetzt sein, von mittlerer Grösse, recht breit am Ansatz und sich zu einer abgerundeten Spitze verjüngen. Er sollte dicht am Kopf anliegend getragen werden.
Hals:
sollte ziemlich lang sein, kräftig und ohne lose Kehlhaut sein.
Rücken:
Kraftvoll.
Lenden:
Stark, muskulös und leicht gewölbt.
Brustkorb:
Sollte nicht zu breit, aber sehr tief und geräumig sein; der tiefste Punkt des Brustbeines sollte in Höhe des Ellenbogenpunktes liegen.
Vorbrust:
Sollte von der Seite sichtbar sein.
Rippen:
Mäßig gewölbt, niemals tonnenförmig
Rute:
Am Ansatz kräftig, zur Rutenpitze hin allmählich dünner werdend, nicht grob. Von mäßiger Länge, weder zu hoch noch zu tief angesetzt, leicht gebogen getragen, aber niemals geringelt.
Vorderhand:
Die Vorderläufe sollten vollständig gerade sein, stark und mit kräftigen Laufknochen, die Ellenbogen am Rumpf anliegen. Von der Seite gesehen sollte der Vorderlauf breiter sein als von vorne gesehen. Starke Vorderfußwurzelgelenke, Vorderfuß leicht geneigt gestellt.
Schultern:
Die Schultern sollten sich schrägliegend klar abzeichnen und, muskulös, große Geschwindigkeit erahnen lassen.
Hinterhand:
Die Bemuskelung der Hinterhand sollte schlank sein, die Knie gut gewinkelt, der Hintermittelfuß kurz.
Pfoten:
Rund, mit eng aneinanderliegenden und gut gewölbten Zehen.
Gangwerk:
Mit gutem Raumgriff, frei und rege.
Haar:
Sollte kurz und dicht sein, glatt und glänzend im Aussehen, aber weder wollig noch seidig.
Farbe:
Hellweizenfarben bis rotweizenfarben. Ein wenig Weiß an der Brust und an den Zehen ist statthaft, ausgedehnte weiße Behaarung hier, am Bauch oder oberhalb der Zehen ist unerwünscht. Ein dunkler Fang und dunkle Behänge sind statthaft. Zu viele schwarze Haare im ganzen Fell sind äußerst unerwünscht.
Die erwünschten Widerristhöhen sind:
Rüden: 63,0 cm (25'') bis 69,0 cm (27'')
Hündinnen: 61,0 cm (24'') bis 66,0 cm (26'')
Gewicht:
Rüden: 36,6 kg (80 Ibs)
Hündinnen: 32,0 kg (70 Ibs)
Geschichte
Vom Löwenhund zum Familienhund
Die Existenz von Hunden mit einem Rückenstreifen ist für einen langen Zeitraum belegt.
Bereits in Erzählungen der alten Ägypter und Phoenizier werden Hunde mit einer seltsamen Haarformation auf dem Rücken beschrieben und sind auf zahlreichen Abbildungen erkennbar.
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1480
Erste schriftliche Erwähnung
Portugiesische Afrikareisende beschreiben einen "kleinen (50 cm), häßlichen, hyänenähnlichen" Hund mit einer seltsamen Haarbildung auf dem Rücken, bei der sich die Haare nach vorne neigten, als das einzige Haustier der Ureinwohner. Sie befanden diese Hunde als überaus treu und brauchbar.
1505
Die Hunde der Hottentotten
Weitere zuverlässige Quellen (Berichte und Abbildungen) weisen bereits 1505 auf die südafrikanischen Hunde der Hottentotten hin, die sich durch einen Ridge auszeichneten.
17. Jh.
Ankunft der Siedler am Kap
Die im 17. Jahrhundert das Kap erreichenden weißen Siedler berichteten von den Hunden der Eingeborenen mit dem Rückenkamm und bewunderten deren Mut vor den Raubtieren. Schnell stellten sie fest, dass diese Hunde unter den dortigen Umweltverhältnissen den aus Europa mitgebrachten Hunden weit überlegen waren. So übernahmen sie diese "Hottentotten-Hunde" und nutzten sie für ihre Belange.
um 1850
Ein neuer südafrikanischer Hund
Aus Vermischungen mit den aus Europa mitgebrachten Hunden entstand in der Mitte des 19. Jahrhunderts ein südafrikanischer Hund, der ähnlich zäh und ausdauernd wie die ursprünglichen Hottentotten-Hunde, aber viel größer war. Diese Hunde waren meist einfarbig rot oder gestromt und viele von ihnen besaßen einen Ridge. Von den weißen Siedlern wurden sie bei der Jagd, aber auch als Wächter auf ihren Farmen eingesetzt.
1857
Livingstones Jagdszene
Das 1857 erschienene Werk David Livingstones ("Missionary Travels in South Africa") bildet eine Jagdszene ab, in deren Vordergrund ein Hund mit einem deutlichen Ridge zu erkennen ist. Eine Zucht im modernen Sinne gab es zu dieser Zeit noch nicht, allein der Gebrauchswert der Hunde bestimmte ihre äußere Gestalt.
1879
Charles Helm und Cornelius van Rooyen
Der Missionar Charles Helm brachte zwei Ridgehunde aus Swellendam vom Kap nach Südrhodesien, dem heutigen Zimbabwe, wo der Farmer und bekannte Großwildjäger Cornelius van Rooyen auf diese Hunde aufmerksam wurde. Er setzte sie bei der Jagd ein und war von ihren besonderen Fähigkeiten beeindruckt. Er kreuzte zwei von ihnen mit Deutschen Doggen und verschiedenen Jagdhunden europäischer Herkunft. Viele andere Jäger wollten auch solche Hunde besitzen, und die Zucht nahm immer größere Ausmaße an. Welche Rassen noch eingekreuzt wurden, ist nie genau belegt worden, vermutlich Bloodhound, Pointer und Retriever.
um 1900
Die "Lion-Dogs"
Um 1900 waren in Rhodesien die Hunde mit Rückenkamm weithin als "Lion-Dogs" oder "van Rooyen-Dogs" bekannt. Ihre ursprüngliche Aufgabe war es, Großwild, hauptsächlich Löwen, aufzuspüren und mit großer Behendigkeit am Stand zu halten, bis der Jäger herangekommen war.
1915
Erste planmäßige Zucht
Die erste planmäßige Zucht führte Francis Richard Barnes in Bulawayo (SW-Rhodesien) ab 1915 unter dem Zwingernamen "Eskdale" durch.
1922
Rhodesian Ridgeback Club und erster Standard
In Bulawayo wurde durch die Initiative von Barnes der "Rhodesian Ridgeback Club" gegründet. Noch im gleichen Jahr erarbeitete Barnes gemeinsam mit C.H. Edmonds und B.W. Durham den ersten Rassestandard für den Rhodesian Ridgeback. Vorbild für diesen Standard war weitgehend der des damaligen Dalmatiners.
1924
Anerkennung durch die KUSA
Die Rasse "Rhodesian Ridgeback" wurde von der Kennel Union South Africa (KUSA) anerkannt und galt bis vor wenigen Jahren als einzige anerkannte südafrikanische Hunderasse.
1974
Erster Wurf in Deutschland
Genau 50 Jahre nach der Anerkennung der Rasse fiel in Deutschland der erste Wurf mit nachgewiesener Abstammung im Kennel "Umvuma" (Züchterin Anne Müller, Helvesiek), dokumentiert im Sammelzuchtbuch des VDH.
1993
Gründung der DZRR
Gründung der Deutschen Züchtergemeinschaft Rhodesian Ridgeback e.V. mit 43 Mitgliedern. Ihr in der Satzung verankerter Grundsatz: die Form und das Wesen des Rhodesian Ridgebacks zu wahren und zu fördern.
1996
Gültiger FCI-Standard
Publikation des gültigen Original-Standards Nr. 146 (10.12.1996), erstellt von der Kennel Union des Südlichen Afrika und dem Simbabwe Kennel Club.
2002
Ordentliches Mitglied im VDH
Nach Erreichen des erforderlichen Zuchtpotentials wurde die DZRR am 29.11.2002 als ordentliches Mitglied in den VDH aufgenommen. Heute ist sie mit rund 800 Mitgliedern der größte Rhodesian Ridgeback Verein in Deutschland.
Auslastung
Beschäftigung
Zuhause gelassen, draußen hellwach: Ridgebacks lieben es, Nase, Kraft und Schnelligkeit einzusetzen. Fünf Möglichkeiten, das Mensch-Hund-Team zusammenzuschweißen.
Mantrailing
Mantrailing ist die Suche und das Aufstöbern von versteckten oder vermissten Personen. Anhand eines Geruchsartikels von dem betreffenden Menschen geht der Hund von einem Ort, an dem der Gesuchte auf jeden Fall vorher war, auf die Suche nach ihm. Begonnen wird mit kurzen Trails, an deren Ende der Gefundene mit einer Belohnung wartet. Mit fortschreitender Ausbildung werden immer mehr Schwierigkeiten eingebaut, z.B. Verleitungen, die ins nichts führen, Trails, die schon Stunden zuvor gelegt wurden, Trail durchs Wasser, die Person auf einem Baum etc. Mit einem geübten, engagierten Ausbilder wird Mantrailing nie langweilig.
Fährtensuche
Die klassische Fährtensuche kommt aus der Jagd, wo Hunde nach den Schweiß ( Blut) angeschossener Tiere suchen. Im Sport bzw. in der Freizeit wird eine Fährte getreten, der Hund sucht also nach der Bodenverletzung. Auch hier werden die Anforderungen gesteigert. Auf der Strecke mit Winkeln, Kreisen, Verleitungen etc. liegen Gegenstände, an denen sich der Hund ablegen muss. Der Hundeführer hebt den Gegenstand über seinen Kopf und steckt ihn dann in die Tasche. Erst dann darf der Hund auf Befehl weitergehen. Am Ende wartet der Jackpot auf ihn, den er genüsslich vertilgen darf.
Reitbegleithund
Eine wunderbare Möglichkeit, den Laufhund Ridgeback auszulasten ist, ihn am Pferd mit zum Ausritt zu nehmen. Bis das klappt, ist allerdings eine präzise und recht lange Vorarbeit nötig. Die Arbeit an der Kontrolle des Jagdtriebs und der perfekte Rückruf werden bereits von klein auf minutiös geübt. Hinsetzen, Ablegen und Bleiben müssen vor dem ersten Ausritt ebenfalls sitzen. Natürlich muss der Hund Pferde kennen und umgekehrt. Dass man einen Hund nur an einem geländesicheren Pferd mitnehmen darf, versteht sich von selbst.
Geübt wird zunächst auf dem Reitplatz. Der Ridgeback lernt, in Höhe des Reiterbeins neben dem Pferd mitzulaufen. Vor oder hinter dem Pferd laufen, ist tabu. Um angeleint werden zu können, lässt man den Hund am Reiterbein hochspringen. Im Internet findet man Tipps und Reitbetriebe, die Kurse dazu anbieten. Informationen und Kurse zur Reitbegleithundeausbildung gibt es beispielsweise bei der Vereinigung der Freizeitreiter und -fahrer unter www.vfdnet.de
Zughundesport
Der Zughundesport umfasst ein weites Feld von Sportarten, die sich sowohl im Sommer als auch im Winter großer Beliebtheit erfreuen . Jeder lauffreudige Hund mit einem guten Vorwärtsdrang eignet sich dazu. Da der Zughundesport aber extrem anstrengend ist, muss der teilnehmende Ridgeback mindestens 18 Monate alt sein. Praktisch das ganze Jahr über können die Disziplinen Canicross, Dogtrekking, Dogscooting und Bikejöring betrieben werden.
Da sich der Zughundesport wachsender Begeisterung erfreut, findet man im Internet an sehr vielen Orten Angebote dazu. Mehr Infos gibt es unter www.canicross.de
Canicross
Canicross ist eine Geländelauf, bei dem der Hund sich in einem Zuggeschirr befindet, das mit einer flexiblen Leine mit dem Bauchgurt des Hundeführers, hier Läufers, verbunden ist. Eine gute Grundkondition von Läufer und Hund sind notwendig, denn es geht in schnellem Tempo über Stock und Stein. Bei offiziellen Wettkämpfen sind die Strecken zwischen 2,5 und 10 Kilometer lang
Dogskooting
Beim Dogscooting wird der Hund im Zuggeschirr mit einer Ruckdämpferleine an einem speziellen Tretroller befestigt, der über eine Bremse verfügen muss. Die Leine wird so gesichert, dass sie nicht ins Vorderrad gelangen kann. Es besteht auch die Möglichkeit, zwei Hunde vor einen Roller zu spannen. Handschuhe und ein Schutzhelm sind wichtiges Zubehör für den Fahrer, denn das Gespann kann ordentlich Geschwindigkeit aufnehmen.
Dogtrekking
Beim Dogtrekking wird nicht schnell gelaufen, sondern gewandert. Aber auch hier ist eine gute Grundkondition bei Wettbewerben wichtig, da die gewanderten Strecken bis zu 100 Kilometer betragen.
Bikejöring
Ähnlich verhält es sich beim Bikejöring. Fahrrad und Hund sind über eine gedämpfte Zugleine miteinander verbunden. In schneefesten Gebieten bietet sich die Möglichkeit des Skijöring an
Coursing und Lure-Coursing
Beides sind klassischhe Windhundesportarten, die unseren Ridgebacks aber ebenfalls große Freude machen. Das Coursing findet auf der Rennbahn statt. Auf einer Ovalbahn wird über eine höchstens 480-Meter lange Strecke ein falscher Hase gezogen, hinter dem die Hunde herrennen. Beim Coursing wird einzig die Schnelligkeit bewertet.
Anders das Lure-Coursing, das eine Hasenjagd imitiert. Über Umlenkrollen wird ein Knäuel aus Flatterband mit einem Hasenfell in der Mitte über eine Wiese gezogen, die gern auch hügelig sein darf. Die Strecke beträgt zwisachen 400 und 800 Meter. Die Umlenkrollen sollen das Hakenschlagen des Hasens nachmachen. Hierbei ist nicht nur die Schnelligkeit des Hundes, sondern auch seine Intelligenz gefordert. In die Wertung fließt das Jagdverhalten insgesamt ein: also die Jagdlust, die Kondition, die Intelligenz, die Schnelligkeit und die Geschicklichkeit.
Viele Windhunderennbahnen bieten mittlerweile Trainingstage auch für anderre Hunderassen an. Wettbewerbe speziell für Rhodesian Ridgebacks veranstalten unser Verein und der Club ELSA.
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Familienhund
Der Ridgeback und Kinder
Prinzipiell ein sehr guter Familienhund. Toleranz gegenüber kleinen Kindern ist aber keinem Hund angeboren, sie wird durch Umgang und Gewöhnung erworben.
Vorweg bemerkt: Prinzipiell ist der Rhodesian Ridgeback ein sehr guter Familienhund. Aber Toleranz im Umgang mit kleinen Kindern ist keinem Hund angeboren, sondern muß erst durch Umgang und Gewöhnung erworben werden.
Hier sind Sie lieber Hundefreund, in doppelter Hinsicht gefordert. Zum einen müssen Sie Ihren Welpen und jungem Hund ausreichend Gelegenheit geben sich mit Ihren Kindern zu beschäftigen, zum anderen müssen Sie Ihren Kindern einen verantwortungsvollen Umgang mit den Hunden erlernen.
Ein Hund, auch wenn er noch so süß und knuffig ist, ist kein Spielzeug das grenzenlos beschmust werden kann. Hier hilft die sorgfältige Aufsicht durch die Erwachsenen. Besonders bei Kleinkindern muß der Hund vor dem manchmal etwas groben Erkundungsdrang der Kinder geschützt werden.
Bei älteren Kindern ist es häufig so daß sie den Hund dominieren und vorführen möchten. Solange dies im Spiel geschieht und Ihr Hund ab und zu ein Leckerli von dem Kind bekommt ist dagegen nichts einzuwenden. Kritisch wird es aber wenn das Kind ernsthaften Gehorsam von dem Hund verlangt. Der Rhodesian Rigeback ist ein Hund mit einer sehr hohen sozialen Intelligenz. Er nimmt sehr wohl wahr daß Kinder menschliche Jungtiere sind die ihm - dem erwachsenen Hund gegenüber - nicht weisungsbefugt sind. Wenn Sie als Rudelführer das „menschliche Jungtier“ nicht zu vernünftigem Verhalten erziehen, wird diese Aufgabe der Hund übernehmen.
Graue Schnauzen
Der alte Hund
Ridgebacks können ein hohes Alter erreichen, das Altern beginnt etwa mit dem 8. Lebensjahr.
Rhodesian Ridgebacks können ein hohes Alter erreichen und der Prozess des Alterns beginnt mit dem 8. Lebensjahr. Sie zeigen geringere Aktivität, ein erhöhtes Schlaf- und Fressbedürfniss und Krankheiten, wie Herzprobleme, Nierenerkrankungen, Arthrose, Krebs treten vermehrt auf. Erhöhung der gesundheitlichen Routineuntersuchungen, Anpassung an den geänderten Lebensstil des Seniors und eine altersgerechte Ernährung führt zu einer altersgerechten Lebensqualität.
Gesundheit
Ehrlich betrachtet
Die DZRR berichtet objektiv über den Gesundheitszustand der Rasse. Zuchthunde müssen umfangreiche Nachweise erbringen, bevor sie in die Zucht gelangen.
10 bis 12Jahre Durchschnittsalter
1,8 %Dermoid Sinus (aktueller Schnitt)
Das Durchschnittsalter unserer Rasse liegt bei 10 bis 12 Jahren. Natürlich gibt es auch Senioren, die 14 und 15 Jahre alt werden.
Zusammenfassend ist zu sagen, dass beim Rhodesian Ridgeback die bei allen großen Hunderassen auftretenden, typischen Erkrankungen vorkommen können. Die DZRR setzt einen großen Teil ihres Vereinsvermögens dafür ein, erbliche Erkrankungen zu erforschen, um am Ende mit Hilfe eines Gentestes die Zucht gezielt steuern und Erbkrankheiten wenn irgend möglich vermeiden zu können. Zuchthunde müssen erst etliche Gesundheitsnachweise (Röntgenbilder, Gentests) erbringen, bevor sie überhaupt in die Zucht gelangen können. Die DZRR ist seit vielen Jahren Mitglied der GKF (Gesellschaft zur Förderung Kynologischer Forschung) http://www.gkf-bonn.de und hält so engen Kontakt zu Wissenschaft und Forschung.
Fang
Der Fang ist lang und bietet allen 42 Zähnen ausreichend Platz. Durch die Nase kann der Hund leicht Luft für rasante und ausdauernde Aktionen bekommen. Die Lippen sind in Ruhe geschlossen, so dass nur wenig Speichel austreten kann.
Augen
Die großen, wunderschönen Augen des RR sind geschützt im Schädel eingebettet und sollten weder ein hängendes (Ektropium), noch eingerolltes (Entropium) Augenlid aufweisen. Erbliche Augenerkrankung kommen extrem selten vor und bedürfen deshalb keiner züchterischen Aufmerksamkeit.
Ohren
Da der Ridgeback Hängeohren hat, hat er auch öfter mal die gleichen Probleme mit seinen Ohren, die jede andere Rasse mit Hängeohren auch hat. Das Hängeohr wirkt wie ein Deckel, der den Luftaustausch im Gehörgang erschwert. Kommt nun Schmutz in den Gehörgang entwickelt sich schon leicht mal eine Gehörgangsinfektion. Das Hauptsymptom, das Ohrenschlagen, führt gelegentlich zu blutenden Ohrspitzen. Behandelt man die Infektion im Anfangsstadium, stellt eine Otitis kein großes Problem dar.
Fell
Das Fell des Rhodesian Ridgebacks ist extrem kurz. Am Unterbauch und an den Innenschenkeln ist der Hund nahezu nackt. Das macht ihm bei Schnee und Frost nichts aus, solange er in Bewegung ist.
Die Fellfarbe des RR ist in jedem Fall ein Braunton. Ein stahlblaues Fell ist keine besondere Färbung, sondern ein Gendefekt, der unter Umständen mit anderen Defekten verknüpft ist. Diesem vorzubeugen, macht jeder Zuchthund in der DZRR einen sogenannten Dilute - Gentest.
Haut
Im Sommer sollte man allerdings daran denken, dass die Haut dort wenig Schutz vor nesselnden und stechenden Pflanzen hat. Ein Ridgeback hat deshalb aber noch lange nicht eine empfindliche Haut!
Eine besondere Erkrankung der Haut ist der Dermoid Sinus (DS). Bei 1,8 % aller RR hat sich im Embryonalstadium die Haut nicht vollständig von der Wirbelsäule getrennt, so dass nach der Geburt ein strohhalm starkes Schläuchlein beide Teile verbindet. Betroffene Welpen werden noch vor der Abgabe operiert und führen danach ein normales, ungestörtes Leben. Seit 2013 erforscht die DZRR den Dermoid Sinus gemeinsam mit der Tierärztlichen Hochschule Hannover; 2025 wurde in Zusammenarbeit mit Laboklin ein Risikogentest für DS auf den Markt gebracht, der kontinuierlich weiterentwickelt wird. Der Dermoid Sinus hat übrigens nichts mit dem Rassemerkmal „Ridge“ zu tun!
Skelettsystem
Das Skelettsystem ist kräftig, mit einer guten Winkelung der Beine und einem geraden Rücken. Der Ridgeback gehört zu den wenigen großen Hunderassen, bei denen die gefürchtete Hüftgelenksdysplasie (HD) nur extrem selten auftritt. Wie bei allen großen Hunderassen sind auch die beiden Gelenkserkrankungen OCD und ED beim Ridgeback nicht gänzlich unbekannt. Diese beiden angeborenen Gelenksveränderungen des Schulter- bzw. Ellenbogengelenkes treten nur selten auf, müssen aber im Alter von 7/8 Monaten operiert werden. Zuchthunde benötigen für die Zuchtzulassung Röntgenaufnahmen, die beweisen, dass sie frei von HD, OCD und ED sind. Einen Gentest für diese Krankheiten gibt es leider nicht.
Den Begriff Spondylose hat man schon oft gehört. Es handelt sich dabei um eine, meist altersbedingte Verknöcherung der Wirbelsäule bei nahezu allen Hunderassen, der man nicht vorbeugen kann und die sich erst im Laufe des Lebens entwickelt. Sie führt zu chronischen Schmerzen im Rücken, denen man mit modernen Medikamenten gut entgegentreten kann. Eine solche Veränderung am Übergang der Lendenwirbelsäule zum Kreuzbein nennt man das CaudaEquina Syndrom. In diesem Bereich der Wirbelsäule werden austretende Nerven eingeengt, so dass die Nerven nicht mehr ausreichend die Hinterbeine steuern können. Eine Operation kann oftmals helfen. Auch diese Erkrankung kommt bei allen großen Hunderassen gleichermaßen vor und ist im Vorfeld weder durch gezielte Zuchtauswahl, noch durch einen Test zu verhindern.
DM (degenerative Myelopathie) ist eine seltene Erkrankung bei Hunden im Allgemeinen in deren Verlauf sich das Rückenmark zersetzt. Da es sich um einen Gendefekt handelt, werden in der DZRR alle Zuchthunde auf diesen Defekt getestet.
Herz
Das Herz eines Ridgebacks ist einmalig, sagt natürlich jeder Halter eines Ridgebacks. Medizinisch gibt es bei unserer Rasse nicht mehr Herzprobleme, als bei anderen Hunderassen vergleichbarer Größe.
Krallen
Eine Erkrankung der Krallen tritt in den vergangenen Jahren quer durch die Bank aller Rassen, aber leider auch öfter beim RR auf. Bei der sogenannten SLO(Symmetrische Lupoide Onchodystrophie) entzünden sich immer wieder alle Nagelbetten und die Krallen fallen unter Schmerzen aus. Da es sich um eine autoimmune Erkrankung handelt, ist die Krankheit nicht heilbar, sondern nur durch verschiedene Behandlungsmethoden beherrschbar. Da die Krankheit meist erst ab einem Alter von 5 Jahren auftritt, ist eine Selektion durch gezielte Zuchtauswahl leider nicht möglich. Einen Gentest gibt es nicht, zumal dieser alle Hunde aller Rassen erfassen müsste.
Tumorerkrankungen
Wie bei allen Hunderassen treten beim Ridgeback natürlich auch Tumorerkrankungen auf, deren Häufigkeit aber keinesfalls statistisch auffallend ist. Ähnlich ist es mit der Epilepsie des Hundes. Für eine Form der epileptischen Erkrankungen, der JME (Juvenile Myoklonische Epilepsie) gibt es einen Gentest, der natürlich für alle Zuchthunde der DZRR vorgeschrieben ist.
Wenn Sie Fragen oder sonstige Anliegen haben, kommen Sie gerne auf uns zu. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage.